Off-Road mit 4x4 in Lettland  13.10.2004                                

Am Morgen machen wir uns auf in ein neues Abenteuer. Kurz vor der Tankstelle setzt bei uns der Radio aus und die Kontrollleuchten werden schwächer. So nun haben wir den Salat! Bei Tobi wissen wir, dass der Alternator nicht mehr lädt und nun sind alle schweizer Teams ohne Strom. Wir bauen die Batterie von Robby aus und  tauschen diese mit unserer aus. Die bevorstehende Flussdurchfahrt wollen wir auf keinen Fall verpassen. Endlich ist es so weit und wir lassen unsere Fahrzeuge zu Wasser. Die erste Aufregung wurde durch eine riesen Freude abgelöst, als wir nach langsamen dahingleiten durch den Fluss auf der anderen Seite ankommen. Ein grosses Erlebnis! Bei allen ist der Fussraum unter Wasser, aber das kümmert hier niemanden.
Tobi bringt sein HiLux zu einer Garage, die über den Mittag den Alternator (Kohle wechseln) reparieren. Unser Pajero schauen wir erst nach dem Mittagessen an und stellen fest, dass der Alternator vom kleinern 3Liter-Modell nicht passt. So gehen alle auf eine Roadbook-Tour ausser Markus und mir die nun das völlig verdreckte Auto reparieren dürfen. Die Lichtmaschine wird ausgebaut und zerlegt. Mit viel Liebe und Geduld bringen wir die Kohlen wieder zum Funktionieren und bauen das ganze wieder zusammen. Viel gelernt über die Funktionsweise machen auch wir uns auf die (verkürzte) Roadbook-Tour. Es sollte ein unvergesslicher Event werden. Wir starten als Letzte um 19Uhr und fahren nur im Lichtschein durch den Wald. Die Wege sind kaum zu erkennen, so gibt es oft Bodenkontakt. Komischerweise scheint es viele verschiedene Version der Unterlagen zu geben, den die Teams treffen teilweise aus verschiedenen Richtungen aufeinander. Oder ist die Orientierung im Dunkeln mit Roadbook und GPS doch nicht so einfach?
Einige Teams (vor allem die G’s) blieben im Schlamm hängen und seilten sich eine Stunde lang durch den Morast (200m). Tobi kommt an dieser Stelle mit wenig Windeneinsätzen gut durch und wir ohne Winde probieren es auf einem anderen Weg. Bei der Beseitigung eines Baumes über den schmalen Weg schlage ich mit der Axt und Markus will den Baum fixieren indem er darauf sitzt. Bald ist der Baum an dieser Stelle gebrochen und er sitzt auf dem Boden... Robby (unser Tiefflieger) fährt sich fest und muss mit Sandblechen und HiLift den Baum unter dem Auto mit der Motorsäge verkleinern, um wieder frei zu kommen. Wenig später fliegt er über ein Weg der nicht wirklich zu Roadbook gehört und sinkt in den Schlamm. Da nützen alle seine Hilfsmittel nichts mehr und er muss von einem anderen Team mit der Seilwinde geborgen werden.

Tobi kommt als erster und vor der vorgeschrieben Zeit ins Ziel, obwohl er als 2 letzter gestartet ist. Gratulation, nach einer gewissen Verständigungsproblemen mit dem Copilot (der bei heftigem Bodenkontakt unfreiwillig das Roadbook, Taschenlampe und Schreibzeug fortwarf :-) pendelte sich perfekt ein. Wir schaffen es auch noch bis zu Schluss, obwohl es schon 22Uhr ist und Tobi und Christoph schon eine Stunde gewartet haben. Nach einer Stunde Rückweg gibt es noch einen feinen Z’Nacht und es wird viel gelacht über die erlebten Ereignisse. Todmüde sinken wir in unser Bett mit dem Wissen, dass es um 8Uhr schon wieder los geht.