Off-Road mit 4x4 in Lettland  15.10.2004                                

Die Heimreise steht kurz bevor und wir beschliessen mit der Fähre von Littauen nach Kiel (D) zu fahren, um Zeit, Nerven und die Polendurchfahrt zu sparen. So brechen wir ein letztes Mal auf um den Schlamm in Lettland zu erfahren. Die Übung beginnt schon recht kritisch und wir bleiben tief im Morast stecken. Tobi zieht sich mühsam mit der Winde Meter für Meter durch das unwegsame Gelände. Natürlich bleiben wir auch stecken, obwohl wir mit Ästen die Fahrspur etwas ausgebessert haben. Auch die Sandbleche nützen hier nichts mehr und wir werden vom GAS66 an die Winde genommen. Endlich sind alle wieder auf den „Trockenen“ und der GAS66 steckt so tief im Dreck, dass sogar bei seiner grosssen Winde das Stahlseil abreisst. Das erste Mal früh am Ausgangspunkt packen wir unsere sieben Sachen zusammen und ich beginne mit dem Wechseln der hinteren Bremsklötzen. Als dies geschafft ist, werfen wir einen kleinen Blick auf die Vorderen und ohweia die sind auch Eisen auf Eisen. Die Schrauben sind fast unlösbar und so geht die wertvolle Zeit in das Land. Kurz vor 6Uhr ist es doch noch geschafft und nach einer (leider) sehr kurzen Verabschiedung der anderen Teilnehmer (die uns schon sehr ans Herz gewachsen sind) brechen wir auf nach Klaipeda. Wir passieren die Grenze nach Litauen ohne nennenswerte Probleme und kommen wohlbehalten am Hafen an. Hier wird schnell eingecheckt und alle sind Glücklich das alles geregelt ist. Hier treffen wir auch auf Andrew und Jörg, die mit dem Defender auch auf die Fähre warten. In einem überraschend komfortablen Zimmer (mit Dusche, WC und Fenster) geniessen wir die wankende Fahrt und gewöhnen und schnell an das fehlende Gleichgewicht. Alle schlafen hervorragend und sind erholt am Frühstück. Die 21Stunden bis nach Kiel vergeht wie im Flug mit Kartenspiel und langen Diskussionen. Die See ist relativ ruhig und das Schiff ist wirklich feudal.