Off-Road mit 4x4 in Lettland 15.10.2004
16.10.04
Abends um 19Uhr kommen wir in Kiel an und erleben an der Grenze schon die erste
herzige Geschichte. Der deutsche Zöllner begrüsst uns freundlich mit einem
„Grüezi“ und fragt uns nach einem Formular, das wir nicht haben. Wir bekommen
einen Schein und beim nächsten Posten werden wir aufgefordert diesen
auszufüllen. Dieser Beamte zeigt auf seinen Discovery und will unbedingt wissen
wo wir waren und zeigt grosse Freude an unseren verdreckten Off-Roadern. Wir
fahren mit unseren deutschen Kollegen noch zum McD und stellen auf dem Parkplatz
noch meine Spur ein. Bei der weiteren Fahrt kommt die Mitteilung von den
Defender-Piloten, dass hinter unserem Pajero Funken fliegen. Zuerst glaubten sie
an einen abartig grossen Zigarettenkonsum :-) Doch es stellt sich heraus, dass
ein Bremsscheibenschild streift und dies kann schnell behoben werden. Bei
Hamburg verabschieden wir uns von Andrew und Jörg und fahren ohne nennenswerte
Zwischenfälle nach Hause. Gegen 6Uhr kommen wir wohlbehalten an und sind froh in
das Bett zu versinken.
Resümee
Es war eine Woche die mit viel Autofahren begann. Die Zeit verging derart
schnell, dass man kaum Energie und Zeit fand sich am Abend (sprich Mitternacht)
lange auszutauschen. Die Organisation war gut und es wurde auch Hilfe in der
eigenen Werkstatt geboten, falls dies nötig war. Der Teamgeist war wirklich
gross und so hatten wir Spass ohne Ende mit der Gewissheit, dass immer jemand zu
Stelle ist, wenn es einmal nicht mehr weiter geht. Auch wurden die Vorzüge der
verschiedenen Autos sichtbar und es viele Erfahrungen ausgetauscht.
An dieser Stelle wage ich mich zu fragen, welchen Sinn diese ganze Übung hat:
Die nervliche und körperliche Anstrengung der Fahrer und Beifahrer (vor allem)
waren gross, die Geländewagen wurden auf das Äusserte gefordert und sind
sichtlich gezeichnet von dem harten Einsatz. Sprich: es war eigentlich nicht
wirklich nachzuvollziehen warum die Feizeit, Geld und Material „geopfert“
werden. Aber der Spassfaktor überwiegt alles und die vielen Erfahrungen die
gesammelt wurden sind für mich von unschätzbarem Wert. So wurden die
Belastungsgrenzen des Fahrzeugs und Piloten ausgelotet, die Navigation mit GPS
und Karten geübt und der Teamgeist geprüft. Meine persönliche Einschätzung ist,
dass das Fahrzeug zwar am oder über dem Limit bewegt wurde, aber die
wesentlichen Teile voll funktioniert haben. Die Piloten und Beifahrer sind,
obwohl mit wenig Schlaf ausgestattet, auch immer dabei gewesen. Es war sehr
anstrengend, hat aber unendlichen Spass gemacht!
Gruess us de Schwiitz
Steff
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